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Wir fokussieren ausschließlich Mütterarmut und die ökömomische Benachteiligung von Müttern. Mutterschaft mit allen Nachteilen beginnt für viele Frauen bereits in der Schwangerschaft. Arbeitgeber verzichten fast alle auf eine Neueinstellung von werdenden Müttern. Werdende Väter werden nicht diskriminiert. Im Gegenteil, einem werdenden Vater wird gewachsenes Verantwortungsbewusstsein unterstellt. Zusammengefasst gilt für die freie Wirtschaft tendenziell: Mutterschaft benachteiligt oder beendet Karrieren, Vaterschaft befördert Karrieren. 

Natürlich gibt es auch alleinerziehende Väter. Ca. 10 Prozent gegen etwa 90 Prozent alleinerziehende Mütter! Von den alleinerziehenden Vätern übernehmen die allermeisten nur wenige Jahre diese Elternaufgabe. Alleinerziehende Mutterschaft gilt jedoch oft schon ab Geburt, sehr oft sehr früh und sehr oft sehr, sehr lange. Ein Vater mit Kind wird in aller Regel eher eine unterstützende Partnerin finden als eine Mutter mit Kind einen unterstützenden neuen Partner. Verhältnisse und breite Teile der Gesellschaft schüren Vorurteile gegen Mütter im Beruf zusätzlich. Müttern werden hohe Ausfallrisiken unterstellt. Deswegen kommen sie nicht nur für Führungsaufgaben seltener in Betracht. Als Folge verdienen Mütter in jungen Jahren oft viel weniger als nicht besser qualifizierte Väter. 

Sind die Kinder groß, ist eine Frau in ihren besten Jahren angeblich alt. Fast immer auch - im Gegensatz zu Männern - zu alt, um noch eine echte Karriere anzustreben. Paradoxerweise gilt für deutlich früher versterbende Männer fast immer Gegenteiliges. Der Vater von 50 oder 60 Jahren ist häufig der ideale Kandidat für bestdotierte Führungspositionen. Er strahlt Kompetenz mit grauen Haar und Wohlstandsleib aus. 

Trotz dieser sehr eindeutigen Verhältnisse hört man - zusätzlich Mütter benachteiligend - immer wieder Sprüche, die Männer und Väter wenig sachgerecht bemitleiden. 

Wer die besondere, politisch sehr ignorierte Benachteiligung der Mütter noch immer nicht wahrnehmen kann oder will, der informiert sich bitte einmal mit diversen Statistiken. Armut ist weiblich! Mutterschaft ist das größte Armutsrisiko für Frauen aller Altersgruppen. Dies belegen alle Statistiken. Fast allen alleinerziehenden Müttern droht übrigens nicht nur tragische und unverdiente Armut, sondern auch eine erhebliche Beeinträchtigung der Gesundheit. Achten Sie doch einfach einmal selbst darauf. Wer jahrelang alleinerziehend war, dem sieht man meistens gesundheitliche Beeinträchtigungen schon an. Chronische gesundheitliche Beeinträchtigung in Verbindung mit Armut und Altersarmut, das ist der regelmäßige Lohn in diesem steinreichen Staat für viele Frauen, die seine Zukunft sichern.

Väter sind zwar nicht ansatzweise intensiv von der Problematik betroffen. Und doch gibt es die Regel bestätigenden Ausnahmen. Deswegen fühlen wir uns ausdrücklich für benachteiligte Mütter (w/m) zuständig. Väter, die tatsächlich so wie Mütter benachteiligt werden, sind bei uns mitgemeint ohne ausdrücklich genannt zu werden. 

Es wird Zeit, dass die Benachteiligungen von Müttern und speziell Mütterarmut thematisiert und abgebaut werden.

Denn auch, wenn es die meisten Menschen in unserer Gesellschaft nicht glauben, im Grundgesetz heißt es wirklich unter Artikel 6 (4)

"Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft."

Und weil Bilder mehr sagen als 1.000 Worte, hier ein aktuelles Foto aus der Heimatstadt der Solidaritätsfotografin Schleswig aus September 2017, gefunden in den "Schleswiger Nachrichten":

 

 

Diese Männer formulieren es treffend. Sie sind die Macht! Und unter solchen Verhältnissen hat die Politik Nachteilsausgleiche für Mütter, wenn nicht sogar für Frauen überhaupt, zu schaffen.

Wir werden versuchen, diese mächtigen Männer aus Schleswig, von denen es noch einige mehr gibt, um Unterstützung zu bitten. Nach meiner Erfahrung unterstützen gerade solche Alphamänner gerne Mütter.  

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P.S.: 06.02.2018: Der 1. Vorsitzende Wolfgang Harm, Drachentöter und Löwe von Schleswig ist unser Unterstützer und Multiplikator geworden. Vielen Dank Wolfgang Harm. 

 

20.06.2018: Endlich haben wir im Mikrozensus zu 2014 eine Statistik zu den unterschiedlichen Einkommen von alleinerziehenden Müttern und Vätern bekommen. In der höchsten Einkommenstufe sind Väter mit 600 Prozent öfter vertreten als Mütter. 600 Prozent. Zum Ausgleich sind ausgerechnet alleinerziehende Mütter in der niedrigsten Einkommensklasse Spitzenreiter. Es macht allerdings einen Riesenunterschied beim Alleinerziehen, ob ich überdurchschnittliches oder unterdurchschnittliches Einkommen beziehe. Das sind nicht vergleichbare Lebenssituationen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

+++ Hinter nahezu jedem armen Kind steht eine - meistens - noch ärmere Mutter! +++