Für was wir stehen...

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Herzlich Willkommen, liebe Besucherinnen und Besucher,

der Präsident des Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, erklärte in einem Interview im Dezember 2018:

Zitat: Eine Erzieherin, die ich kenne, hat drei Kinder, und sie stockt auf, sie bekommt noch Geld vom Staat dazu. Sie kann ihre Kinder nicht von ihrem Gehalt allein ernähren. Die erzieht am Tag 20 andere Kinder, kommt abends nach Hause, kümmert sich um ihre eigenen Kinder und ihren Haushalt.

Nachdem sie das alles geschafft hat, sitzt sie noch lange auf Ämtern, um Anträge zu stellen und sich zu rechtfertigen. Das ist schwer zu ertragen, deshalb verzichten viele in vergleichbaren Fällen auf die staatlichen Leistungen.“ Ende des Zitates aus dem Interview. Quelle Westfälische Rundschau, 23.12.2018.

2,5 Millionen Kinder sind arm. Regelmäßig sind ihre Mütter noch ein kleines Stück ärmer. Deutlich seltener ihre Väter. Wenn besonders beanspruchte Mütter nach ca. zwei Jahrzehnten ihre Kinder unter solchen oder ähnlich belastenden Umständen groß haben, sind sie häufig selbst gesundheitlich chronisch beeinträchtigt. Das bedeutet nur noch geringe Chancen am Arbeitsmarkt, oft , immer öfter fast schon garantierte Altersarmut lange Jahre bevor es soweit ist.

Mütterrente? – Sehr oft Fehlanzeige! Gerade alleinerziehenden Müttern wird die Mütterrente versagt oder zumindest gekürzt, wenn sie schnell nach der Geburt wieder berufstätig werden. Und wessen Rente so gering ist, dass mit Grundsicherung aufgestockt werden muss, der wird die Mütterrente ganz gestrichen bzw. im Amtsdeutsch „voll angerechnet“.

In Deutschland ist tatsächlich Mutterschaft das grösste Armutsrisiko für Frauen aller Altersgruppen. Für die junge Frau genauso wie für die Altersrentnerin mit vier Kindern, die sich halb tot geschuftet hat in ihrem Leben.

Wie DER-PARITÄTISCHE in seinem jüngsten Armutbericht im Dezember 2018 feststellte, hat Armut auch nicht viel mit fehlender Arbeit oder Ausbildung zu tun. Erwerbsarmut unter gut ausgebildeten Müttern ist eine sehr verbreitete Armut, die am Ende jeden in unserer Gesellschaft trifft, schon weil sie enorme Folgekosten verursacht.

Übrigens: Speziell unsere niederländischen Nachbarn (Mindestrente 1.250 EUR) und unsere dänischen Nachbarn (Volksrente als Mindestrente ca. 1.500 EUR) schütteln den Kopf über uns und zeigen, dass vieles auch ganz anders geht.

Wir engagieren uns als gemeinnütziger junger Verein sehr vielfältig. Zum einen holen wir uns männliche Vorbilder im doppelten Sinne in der Solidaritätsfotografie. Wir verschenken jede Menge Ausflugstickets (Ländertickets der Deutschen Bahn), damit Alleinerziehende auch mal einen unbeschwerten Tag mit ihren Kindern verbringen können, wir bauen Lobby auf und und und …

Sie wollen mithelfen? – Bitte senden Sie uns eine Nachricht. Wir können jede Hand gebrauchen.

Ganz besonders freuen wir uns auch über Geldspenden. Sporadisch oder regelmäßig. Spendenbescheinigungen stellen wir gerne aus.

Wir sind auf ihre Unterstützung angewiesen.

Ganz herzlichen Dank im Voraus.

P.S. „Kinderarmut lässt sich in der Regel auf Mütterarmut zurückführen,“ analysierte Deutschlands führender Armutsforscher Prof. Dr. Christoph Butterwegge schon vor Jahren.

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