Wichtiger Nachtrag Dr. Hammer

+++ wir sagen: MothersToo / gegen Mütterarmut ! +++ +++ Coronabedingt müssen wir unser Engagement leider bis auf weiteres aussetzen +++

Sehr wichtiger Nachtrag von Dr. Hammer, Soziologe aus Hamburg, vom 16.12.2019: 

 

Sehr geehrte Damen und Herren des Verteilerkreises (s.u.),


zum gestern versandten Zwischenbericht ( siehe unten ) habe ich noch ergänzende Informationen von Frau Wilcke ( Ombudsstelle in Görlitz ) zu den von ihr berichteten 1400 unberechtigten Inobhutnahmen erhalten, die ich Ihnen weiterreichen möchte.
Die 1400 unberechtigten Inobhutnahmen sind nur zum Teil mit einer symbiotischen Mutter/Kind-Beziehung belegt. Manche mit Münchhausen by Proxy, viele mit PAS bei Umgangsverweigerung = mangelnder Bindungstoleranz, oder plötzlich auftretender Persönlichkeitsstörung bei den Müttern.
Diese hochstrittigen Fälle haben, so Frau Wilcke, eins gemeinsam: vorausgegangene Gewalt, die keine Berücksichtigung am Familiengericht fand. Die Istanbul Konvention (Artikel 31) sei am Familiengericht völlig unbekannt.
Parallel betreut Frau Wilcke viele Fälle in einer Löwenmutter-Gruppe, denen eine KWG unterstellt wurde, aber kein Hilfeplan existiert. Demzufolge sind auch keine Hilfen angeboten worden und trotzdem ist der Eingriff in das Sorgerecht erfolgt, sodass diesen Eltern der Gang vor das Verwaltungsgericht erschwert wird, ebenso wie die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, da sie sich auf nichts berufen können.
In der Anlage finden Sie weitere Dateien mit Fallbeispielen und Hintergrundberichten, die von Frau Wilcke zur Verfügung gestellt wurden.

Hervorheben möchte ich dabei das Interview vom Juni 2017 mit Prof. Dr. Uwe Tewes , dem langjährigen Leiter der Abteilung Medizinische Psycholgie an der Medizinischen Hochschule in Hannover, der den Gutachten bei Familiengerichten eine verherende Qualität zuschreibt. Dies ist u.a. auch das Ergebnis einer Fallstudie der Fernuniversität Hagen auf der Basis der Auswertung von 116 Gutachten, die Familiengerichten vorgelegen haben.

Zusammenfassend komme ich zu dem Fazit :

In Deutschland besteht für alleinerziehende Frauen und deren Kinder nach einer Trennung oder Scheidung schon seit einigen Jahren ein erhöhtes Risiko, mit fragwürdigen psychologischen Zuschreibungen ( PAS, Symbiotische Mutter Kind Beziehung , Münchhausen by Proxy ) auf der Grundlage von z.T. qualitativ unzulässigen oder unzureichenden Diagnosen und Gutachten von einander getrennt zu werden.
Diese Tatsache ist durch meine Studie nur erhellt, in ihren Folgen für die Kinder konkretisiert und in ihren Fallabläufen nachvollziehbarer geworden - die Fakten sind schon länger unbestreitbar.
Die Folgen für die betroffenen Kinder sind verheerend.

Ein Rechtsstaat darf es zulassen, dass eine z.T. überforderte öffentliche Jugendhilfe gemeinsam mit einer ebenfalls z.T. überforderten Familiengerichtsbarkeit nicht nur ohne Not in Grundrechte eingreift , sondern für die betroffenen Mütter und Kinder z.Teil den Zugang zu Rechtsmittelm erschwert oder verwehrt.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Wolfgang Hammer

 

 

 

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