Wieso, weshalb, warum...

+++ wir sagen: MothersToo / gegen Mütterarmut ! +++

Bei uns geht es um die ökonomische Benachteiligung von Müttern von 18 bis 108 Jahren, um die Kluft in der Gleichberechtigung zwischen Müttern und Vätern.

Mutterschaft ist für Frauen das größte Armutsrisiko. Vaterschaft ist für Männer hingegen als Armutsrisiko nicht statistisch relevant. Die Kluft ist gigantisch und in Deutschland viel höher als in vielen anderen EU- oder OECD-Staaten. Die Verhältnisse sind sogar für alleinstehende und alleinerziehende Mütter dramatisch schlimm. Sie haben regelmäßig nicht die geringste Chance zurecht zu kommen. Auch im Vergleich der alleinerziehenden Mutter zum alleinerziehenden Vater sind die Unterschiede zu Lasten der alleinerziehenden Mutter krass. Lt. Mikrozensus sind alleinerziehende Väter in der besten Einkommensgruppe 6 mal häufiger vertreten als Mütter. In der schlechtesten Einkommensgruppe sind hingegen die Mütter fast doppelt so häufig vertreten wie Väter. Das hat vielfältige Gründe. Einer z.B. ist, dass Mütter länger alleinerziehend sind und naturgemäß sehr kleine Kinder fast ausschließlich bei den Müttern leben. Babys sowieso. 

Die tatsächlichen Verhältnisse stehen diametral zum Grundgesetz, das Gleichberechtigung verspricht und Mütter (nur Mütter) unter den Schutz von Staat und Gesellschaft stellt. 

Diese Schieflagen gehen wir also an. 

Treibende Kraft ist Sabine Buntrock. Sie ist Betriebswirtin und selbst betroffen als ehemalige alleinerziehende Mutter. Sie war lange Jahre im Rechnungswesen eines großen Konzerns tätig, kann Zahlen analysieren und kostenbewusst denken. Später war sie im Krisenmanagement gut dotiert tätig. Als Expertin für Schwachstellen, - diese zu finden und abzustellen. Sie hat sofort nach der Geburt wieder ihre Vollzeittätigkeit aufgenommen. Dafür wird ihr massiv die Mütterrente gekürzt. So geht es vielen Müttern, die keine Babypause einlegen konnten/wollten. Ihr Sohn war 1ser-Abiturient und ist heute Mediziner in der Schweiz. Eigentlich müsste sie in sicheren Verhältnissen leben. - Gemessen an dem - was sie geleistet hat - u.a. auch für ein Pflegekind. 

Sie verfügt insgesamt heute über multiplen und praxisnahen Background sowie umfangreiche und lange berufliche Erfahrung, die man eher nicht bei alleinstehenden Mütter wegen ausgeprägter gesellschaftlicher Vorurteile vermutet. Als ehemalige Krisenmanagerin in kleineren Unternehmen weiß sie jedoch, nichts ist unmöglich. Wo ein Wille, da ein Weg.

Der Plan ist, als Verein so viel Bewusstsein wie möglich für die Problematik „Mütterarmut und ökonomische Benachteiligung der Mütter in Deutschland“ zu schaffen.

Bislang wissen zwar viele Menschen, dass es eine hohe Kinderarmut gibt, sie wissen aber noch nicht, dass Kinderarmut besser Mütterarmut genannt werden sollte, und dass Mütterarmut bestehen bleibt oder wiederkehrt (Altersarmut), wenn die Kinder erwachsen sind. 

Wir wollen also bei Menschen dieser Gesellschaft als erstes Interesse, Bewusstsein (neudeutsch awareness) sowie Wissen wecken. 

Das gelingt leichter, wenn wir Erlebnisse anbieten, die man leicht verstehen kann und die helfen. Alleinerziehende Mütter und Väter mit Kindern auf Ausflugsfahrten z.B., die diese sich selbst nie leisten könnten. Damit helfen wir nicht nur, sondern erzielen auch ein wenig Resonanz. 

Wir wollen auch zeigen, wie man Müttern direkt helfen kann. Z.B. Freiplätze und Freikarten oder Einladungen für Mütter anbieten. Wie wir das auf unseren Busfahrten, bei denen 20 Prozent Mütter kostenfrei mitfahren dürfen, selbst vormachen. Das soll Nachmachen und Nachdenken animieren. Als Vorbild animieren, ist ein ganz wichtiger Teil unserer Arbeit. 

Deshalb wollen mit Flashmobs auf der DOKUMENTA 2022 vertreten sein, weil wir hier am leichtesten ganz viele Menschen und Medien - aus der ganzen Welt - erreichen können.

Nur, wenn wir viel Interesse und Bewusstsein realisieren, haben wir eine Chance in der Politik. Auf die Politik sind wir angewiesen, wenn wir Verbesserungen realisieren wollen. Politik braucht aber das gesellschaftliche Bewusstsein, ihr Interesse und ihre Solidarität! Der einzelne Politiker muss sich sicher sein, dass er sich profiliert, wenn er für Mütter Engagement zeigt. Heute denkt der im Grunde, „damit kann ich mir nur Minuspunkte einhandeln, wenn ich mich ab jetzt für Mütter einsetze“. An solchen Einstellungen wollen wir arbeiten. 

Arbeiten, Busfahrten und vieles mehr kostet übrigens relativ viel Geld. Das heißt, wir müssen auch Spendeneingänge realisieren und alle Rechnungen bezahlen. 

Gerne beantworten wir ihre Fragen und bitten Sie abschließend uns zu unterstützen.

P.S. Offizielle Statistik zum Familieneinkommen nach Familienstatus 2014:

 

 

+++ Hinter nahezu jedem armen Kind steht eine - meistens - noch ärmere Mutter! +++ Kinderarmut ist Mütterarmut (Prof. Dr. Christoph Butterwegge) ++++